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Systeme

Wenn mehrere Elemente in ihrer Gesamtheit so zusammenwirken, dass sie als Einheit gesehen werden können, dann bilden sie ein System. Es gibt Systeme, die der Mensch erschafft, um einen Nutzen davon zu haben (z.B. Autos, Computer) und Systeme, welche die Umgebung und Lebensvoraussetzungen des Menschen bilden (Planetensystem, Ökosystem der Erde, Gesamtheit aller Lebewesen, menschlicher Körper). Die Systeme, die der Mensch erschafft, unterteilen sich in materielle Systeme (Technologie) und organisatorische Systeme (z.B. Staaten, Unternehmen, Organisationen, Vereine).

Systeme haben Funktionen. Eine Funktion ist ein spezifisches Verhalten, mit dem sich ein oder mehrere Absichten erfüllen lassen. Funktionen ergeben sich aus einem koordinierten Zusammenwirken der Einzelkomponenten eines Systems.

Eine Funktion ist zwangsläufig ein gesetzmäßiges Verhalten, denn nur so kann eine Funktion dem Erfüllen von Absichten dienen. Als Beispiel kann man sich eine Kaffeemaschine vorstellen, in die man Wasser und Kaffee-Pulver einfüllt und sie dann einschaltet. Wenn diese 3 Bedingungen erfüllt sind, dann kommt aus einer Kaffeemaschine Kaffee heraus (Verhalten des Systems = Funktion). Wäre das Verhalten einer Kaffeemaschine unbestimmt (zufällig) und man bräuchte morgens immer erst viele Versuche, um Kaffee zu bekommen, dann wäre eine Kaffeemaschine nicht nützlich.

Das gesetzmäßige Verhalten eines Systems ergibt sich aus dem gesetzmäßigen Verhalten seiner Elemente. Nur durch ihr gesetzmäßiges Verhalten können die einzelnen Elemente so zusammenspielen, dass sich das gesetzmäßige Verhalten des Gesamtsystems daraus ergibt. Gesetzmäßiges Verhalten ist in Systemen die Grundlage für die Koordination des Verhaltens mehrerer Elemente zueinander:

  1. Die Koordination des Verhaltens der Einzel-Elemente zueinander ergibt das Gesamtverhalten des Systems - die Funktion.
  2. Die Anwendung der Funktion basiert auf der Koordination des Gesamtsystems zu seinem Anwender, dem Menschen.

Nun gibt es dabei aber folgendes Problem: Es gibt kein vollständig gesetzmäßiges Verhalten. Absolut jedes Verhalten hat einen nicht-gesetzmäßigen (unbestimmten, zufälligen) Verhaltensanteil. Das bedeutet, jedes einzelne Element eines Systems hat unbestimmte Verhaltensanteile. Diese wirken sich auf das Verhalten des Gesamtsystems aus und lassen es ebenfalls unbestimmt werden (System tut nicht, was es soll). Da jedes einzelne Element das Verhalten des Gesamtsystems beeinflusst, addieren sich in einem System die unbestimmten Verhaltensanteile seiner Elemente. (Genaugenommen addieren sie sich nicht ganz, weil es für die Beeinträchtigung der Systemfunktion keinen Unterschied macht, ob sich nur eines oder mehrere Elemente im gleichen Moment unbestimmt verhalten.) Wenn ein System zum Beispiel aus 2 Elementen mit einem bestimmten Verhaltensanteil von 90 Prozent besteht, dann ist das Verhalten des Gesamtsystems nur noch zu 81 Prozent bestimmt (0,9 * 0,9). Je komplexer ein System ist (je mehr Elemente es hat), umso höher wird der unbestimmte Verhaltensanteil, der dann als Fehlverhalten wahrgenommen wird.

Die materiellen Systeme, die der Mensch erschafft, basieren auf den Naturgesetzen. Bei den Naturgesetzen ist der unbestimmte Verhaltensanteil winzig klein - so klein, dass es für den Menschen bei einfacher Anwendung keine Rolle spielt. In Systemen beginnt es aber irgendwann doch eine Rolle zu spielen, wenn die Komplexität ein gewisses Maß übersteigt und sehr viele Elemente beteiligt sind. Da Systeme nur mit einem bestimmten (gesetzmäßigen) Verhalten nützlich sind, ist ihre Komplexität begrenzt. Der Mensch kommt auf seine gegenwärtige, Naturgesetz-basierte Weise, Systeme zu erschaffen, über ein gewisses Maß an Komplexität nicht hinaus.

Aber wie ist es mit den Systemen, die der Mensch nicht erschaffen hat?

Diese Systeme sind um unvorstellbare Dimensionen viel komplexer als alles, was der Mensch je erschaffen könnte. Ich bezeichne sie deshalb als super-komplexe Systeme. Nach den soeben angestellten Überlegungen dürften sie eigentlich überhaupt nicht funktionieren. Ihr nahezu gesamtes Verhalten müsste unbestimmt sein und der bestimmte Verhaltensanteil so winzig, dass er gar nicht wahrgenommen werden könnte. Und dennoch funktionieren sie!

Systeme, deren Verhalten sich ausschließlich aus dem von Naturgesetzen bestimmten Verhalten ihrer Elemente ergibt (z.B. menschliche Schöpfungen wie Autos), sind in ihrer Komplexität begrenzt. Super-komplexe Systeme wie der menschliche Körper liegen mit ihrer Komplexität um viele Dimensionen über dieser Grenze. Würde ihr Verhalten auf der gleichen Grundlage entstehen wie das menschlicher Schöpfungen, würden sie nicht eine einzige Sekunde überdauern. Das derzeitige Wissen der Menschheit kann die Funktion dieser Systeme nicht erklären. (Und schon wieder Sokrates: Ich weiß, dass ich nicht weiß.)

Interaktion

Interaktion bedeutet, dass 2 oder mehr beteiligte Elemente eine gegenseitig verändernde Wirkung aufeinander ausüben. Dabei verändern sich ihre Eigenschaften und manchmal auch ihre Energieform. Eine Interaktion beinhaltet deshalb immer auch eine Energietransformation (Änderung des Zustands).

Damit ein Element bei einem anderen Element eine Veränderung bewirken kann, muss eine seiner Energieform entsprechende Verbindung zu dem anderen Element bestehen. Die Verbindung kann zum Beispiel eine räumliche Verbindung, eine mechanische Verbindung, eine elektrische Verbindung, eine Sichtverbindung oder ein Informationskanal sein.

Die verändernde Wirkung eines Elements auf ein anderes ist abhängig

  1. vom Zustand der beiden Elemente
  2. und von der Qualität ihrer Verbindung
weiter im Text: Formbare Gesetzmäßigkeiten